In der ostasiatischen
tuschmalerei bedeutet der begriff ippitsu das streben des malers, mit nur einem
einzigen pinselstrich möglichst genau den vorgestellten inhalt darzustellen.
Die konzentration auf das wesentliche des motivs führt zu einer reduzierten
gestaltung, die sich auf wenige ausdrucksstarke linien und flächen beschränkt.
Bei einer tuschtypie verzichtet der künstler völlig auf ein malwerkzeug um zwischen
idee, umsetzendem menschen und aufzeichnendem malgrund zu ver- mitteln. Stattdessen
setzt er seinen ganzen körper direkt als ausführendes organ ein. Auf diese weise
entstehen nicht reproduzierbare, einmalige monotypien. Die kannibalstische träumerei
erschien erstmals gedruckt 2002, bevor sich jenes bekannte medien- ereignis
zutrug. Sie wurde für das internet formal neu bearbeitet. noli me tangere wurde
2001 vom minimart- Verlag veröffentlicht. Im format 40x50 cm entstand 2005 die
serie touch screen reverse. Auf die gleichnamige arbeit von G. Fauré beziehen
sich die tuschmalereien der serie requiem aus dem jahre 1987. Übersetzung Unter
ippitsu und drinnen und draußen befinden sich ausgewählte werke aus den letzten
zehn jahren. Die digihaiku visualisieren eine alte lyrische form zeitgemäß digital.
Unter zeitlos kann man neuere arbeiten anschauen. Der text von unterdruck stammt
von H. Michaux.